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Anonymous soll Nutzer angeblich zu DDoS-Angriffen verführt haben

Veröffentlicht 24/01/2012 - Autor Aaron Wollmann in Computer & Software

Ob man glaubt oder nicht, das Hacker Kollektiv Anonymous soll User ohne deren Zustimmung oder Wissen zu DDoS-Angriffen verführt haben. Das hat heise online zumindest berichtet. Das Kollektiv hält sich nicht mehr nur an Anhänger und Leute, die sich freiwillig beteiligen. Vielmehr bezieht auch ahnungslose und arglose User mit in seine Manipulationen zur Lahm Legung der #OpMegaupload Seiten des Justizwesens der USA und der Musik- und Film-Industrie mit ein.

Nach Aussagen von heise online verbreiteten die Anhänger von Anonymous mittels verschiedener sozialen Netzwerke und Twitter unterschiedliche Links auf eine Webseite, die einen spezifischen JavaScript-Code beinhaltete. Dieser Code bewirkte, dass der Browser massenhaft HTTP-Anfragen an die Internetseite des amerikanischen Justizministeriums sendete.

Leute, die zum Aufrufen der URL animiert wurden, beteiligten sich demzufolge in der letzten Woche ganz unfreiwillig an den DDoS-Angriffen. Denn die entsprechenden Anfragen würden automatisch und ohne konkretes eigenständiges Tun der User gestartet. Es kann tatsächlich davon ausgegangen werden, dass kaum ein User wusste, was da passiert, wenn er auf zum Teil getarnte Links zu der bewussten Webseite hinüber klickte.

Das Hacker Kollektiv Anonymous hatte bisher vor allem die Low Orbit Ion Cannon genutzt, wenn mehr User für DDoS-Angriffe mobilisiert werden sollten. Das Programm macht es möglich, auch Leute, die sich technisch kaum auskennen, an eine Operation anzuschließen und sie somit zum nicht bewussten Teil eines fern synchronisierten Bot- Netzwerkes zu machen. In diesem Falle entschied der User immerhin noch selbst, ob er sich den Aktivitäten von Anonymous anschließt oder nicht.

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