Woher kommt der Trend “Atzenbrillen” ?
Veröffentlicht 13/01/2011 - Autor Aaron Wollmann in Mode
Mitte der 1980er Jahre erlebten die Pilotenbrillen in Deutschland eine Renaissance. Ins Leben gerufen durch die US-Navy, die in den 1950er Jahren diese Sonnenbrillen als Fliegerbrillen mit dünnem Gestell und großen verspiegelten Gläsern trugen, wurden diese Pilotenbrillen 30 Jahre später in Deutschland durch amerikanische Filme und Serien bekannt. Denn wer erinnert sich nicht mehr daran, wie Don Johnson alias Sonny Crockett in „Miami Vice“ mit Pilotenbrille ermittelte oder James Belushi als „Blues Brother“ mit Pilotenbrille auf der Nase über die Leinwand tanzte?! Während ihrer zweiten Renaissancewelle wurden aus den Pilotenbrillen die Atzenbrillen.
Dieser neue Name ist einem deutschen Comedian geschuldet. Und zwar einem gewissen Thomas Schröder aus Essen, der seit 1995 als Atze Schröder nicht nur von Theaterbühnen, sondern auch über die Mattscheibe hinweg den Pilotenbrillen bzw. Atzenbrillen neues Leben einhauchte. Bei Atze Schröder, einer Figur aus dem Ruhrgebiet, die von der Comedianbühne nicht mehr wegzudenken ist, darf nämlich die dementsprechende Atzenbrille nicht fehlen. Dadurch erlebten die Atzenbrillen einen schwunghaften Aufstieg, mittlerweile gibt es nur wenige Jugendliche, die Atzenbrillen nicht ihr Eigen nennen. So gibt es die Atzenbrillen in vielen Farben, Formen und Varianten. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sie getönt, verspiegelt oder verlaufend sind – den Atzenbrillen sind in Bezug auf die Modellvielfalt keine Grenzen gesetzt. Am beliebtesten sind die Atzenbrillen mit silberverspiegelten Gläsern und goldenen, schwarzen oder silbernen Fassungen. Auch die Atzenbrillen mit verschiedenen Grün- und Brauntönen oder dunkel-schwarz getöteten Gläsern erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Kommentare